Vertreterversammlung 2013

Information und Unterhaltung - die Mischung macht’s. Auf der Vertreterversammlung der Volksbank im Ostmünsterland sorgten die beiden Münsteraner Kabarettisten Harald Funke (l.) und Jochen Rüther (r.) für den unterhaltsamen und (v.l.) stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Gerbaulet, Vorstand Norbert Eickholt, Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Kampherm sowie die Vorstände Norbert Brockpähler, Josef Frühauf und Meinhard Deppe für den informativen Part.

Die Volksbank im Ostmünsterland, vor zwölf Monaten aus dem Zusammenschluss der Volksbanken Clarholz-Lette-Beelen und Harsewinkel entstanden, hat ein positives Fazit ihres ersten Geschäftsjahres gezogen. „Wir haben die persönliche Beratung, die individuelle Betreuung und die elektronischen Bankdienstleistungen deutlich ausgebaut und uns auf dem heimischen Markt für Finanzdienstleistungen gut behauptet“, meinte Vorstandsmitglied Norbert Brockpähler zu Wochenbeginn auf der ersten gemeinsamen Vertreterversammlung.

Die Vertreter/innen der insgesamt 11.200 Bankteilhaber (darunter 219 neue Anteilseigner) waren im Saal Schlüter in Clarholz zusammengekommen, um sich von Vorstand und Aufsichtsrat aus erster Hand über Verlauf und Ergebnis des Jahres 2012 und die aktuelle Lage des Instituts unterrichten zu lassen. Von überdurchschnittlichen Zuwachsraten auf beiden Seiten der Bilanz konnte Norbert Brockpähler berichten. Das Plus von 5,4 Prozent auf 321,4 Millionen Euro bei den Einlagen sei, so der Vorstand, ein deutliches Indiz dafür, dass die Bank bei ihren Mitgliedern und Kunden als „sicherer Hafen für die eigenen Ersparnisse“ großes Vertrauen genieße.

Auch als Kreditgeber war die Bank mehr gefragt als vor Jahresfrist. Vor allem private Investitionen in Photovoltaikanlagen und energetische Modernisierungen ließen die Ausleihungen an Kunden um stattliche 8,4 Prozent auf 258 Millionen Euro ansteigen. Die Bilanzsumme des Instituts stieg leicht um 2,0 Prozent auf 458,5 Millionen Euro.

Insgesamt zufrieden ist die Volksbank im Ostmünsterland mit ihrer Ertragslage.Der ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro. Gut eine Million Euro davon fließen über die Rücklagen in das Eigenkapital der Bank. Etwa 197.000 Euro schüttet das Institut als Gewinnbeteiligung in Form einer 6,0-prozentigen Dividende an die Mitglieder aus. Den entsprechenden Beschluss fasste die Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Kampherm) ohne Gegenstimmen. Ebenso einstimmig wurden der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet.

Einzige Personalie des Abends: Das Ausscheiden von Marc Zumbusch aus dem Aufsichtsrat. Der Beelener hatte freiwillig auf die weitere Mitarbeit im Kontrollgremium verzichtet, um sich wieder voll und ganz dem eigenen Unternehmen (Gartenbaubetrieb) widmen zu können. Da die Bank mittelfristig eine Reduzierung der Aufsichtsratsposten auf sechs anstrebt, wurde das frei gewordene Mandat nicht wieder neu besetzt.

Einen unterhaltsamen Kontrapunkt zum informellen Teil der Vertreterversammlung setzte am Ende des Abends das Münsteraner Kabarettisten-Duo „Funke & Rüther“: Mit viel Wortwitz, geistreichem Gesang, großen Gesten und erheiternder Mimik nahmen die beiden Unterhaltsprofis das aktuelle gesellschaftliche und politische Geschehen auf die Schüppe.